Sven A., 30 Jahre, Frankfurt am Main :
"Ich kann doch gar nicht tanzen, wie soll mir das dann helfen?!", war meine spontane Reaktion, als ich das erste Mal zur Tanztherapie eingeladen wurde.
Bereits nach der ersten Stunde war mir klar, dass es nicht um zu erlernende Choreografien geht. Ich entwickle die Bewegungen aus mir selbst heraus und das ist genau das, was ich persönlich an der Tanztherapie so schätze, den eigenen Impulsen nachzugehen und diese zu tanzen, um so dem inneren Erleben auf die Spur zu kommen. Hinter seiner Sprache kann man sich vielleicht noch verstecken, Teile von sich zurückhalten, in der Bewegung ist das schwieriger. Die eigene Erfahrung in der Bewegung und im Tanz hilft mir, an meine Emotionen heranzukommen und Worte hierfür zu finden. Dabei ist Frau Du Bois mir eine große Hilfe und Stütze. Ich erlebe bei ihr eine Atmosphäre, die frei ist von Wertung und geprägt ist von Annahme, Respekt, Achtsamkeit und Schutz. Das ermöglicht mir, echt zu sein.
Über Jahre habe ich mich innerlich total leer und gefühlsarm gefühlt. Durch die Arbeit mit Frau Du Bois kann ich mich und meinen Körper wieder spüren und damit mich selbst auch weiter erfahren. Durch die Selbstwahrnehmung und das testen und ausprobieren habe ich Stärke und Selbstvertrauen bekommen.
Als sehr hilfreich habe ich hierbei Boden und Wand für mich entdeckt, gerade wenn ich mich völlig schwach und haltlos fühle. Am Anfang hat es mich echt viel Überwindung gekostet, mich auf dem Boden herumzurollen und mich von ihm gehalten zu fühlen und zu spüren, wie er mich trägt und mir Sicherheit und Fundament gibt, auf dem ich aufbauen und mich aufrichten kann.
Mittlerweile bin ich seit über 2 Jahren dabei und es vergeht keine Stunde, wo ich nicht neue Erfahrungen mit mir und meinem Körper machen. Erfahrungen, Erlebnisse, auf die ich nicht verzichten möchte. Ich freue mich sehr, auf das weitere Beobachten und den Austausch.







